Statement von Markus Wyss,

Betriebsleitung, Produktion, arvato services ag Pratteln


Die Vorbehalte von Arbeitgebern vor zusätzlichen Betreuungsaufgaben und die Befürchtungen zusätzlicher Kosten sind jedoch weiterhin gross. Wir beschäftigen in unserem Unternehmen Mitarbeiter mit Behinderung. Mit einer ehrlichen Abstimmung über die Fähigkeit des Mitarbeiters und den Anforderungen am Arbeitsplatz ist es uns bisher gelungen, gute Arbeitsverhältnisse aufzubauen.


Die Bereitschaft sich für das Unternehmen zu engagieren, ist bei Mitarbeitern mit Behinderung im gleichen Mass vorhanden wie bei Mitarbeitern ohne Behinderung. Durch befristete Einsätze (normalerweise 3 Monate) kann die behinderte Person ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen und sich für eine Festanstellung empfehlen. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir in unserer Produktion Arbeitsplätze mit verschiedenartigen Belastungen anbieten können. In unserem Lager haben wir eine Person mit amputiertem Unterarm eingestellt. (Arbeitspensum 50%) Es ist allen bewusst, dass sie mit dieser Behinderung nicht die gleiche Leistung erbringen kann wie eine nichtbehinderte Person, was anfänglich im Team zu Unstimmigkeiten geführt hat, welche sich jedoch mit der Zeit gelegt haben. Heute können wir sagen, dass die behinderte Person im Team integriert ist. In unserer Verwaltung arbeitet ebenfalls eine behinderte Person in der Kundenbetreuung. Diese Person konnte sich durch gute Leistungen in diese Position hocharbeiten (Arbeitspensum 70%).


Zudem haben wir im Moment eine Person im Arbeitstraining. Leider können wir dieser Person zum jetzigen Zeitpunkt (Wirtschaftslage) keine Festanstellung anbieten. Trotzdem sind wir überzeugt, dass dieses Arbeitstraining positive Auswirkungen haben wird, kann doch die betroffene Person ihre Belastbarkeit während längerer Zeit unter Beweis stellen.