NOCH MEHR: JOBS FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG.
SO FUNKTIONIERTS.
Dienstag, 15. November 2011, 15:30-18:30,
Haus der Wirtschaft, Liestal
Praxisnah und engagiert wurde diskutiert: Das eigens für diesen Tag ins Leben gerufene "CHARTA-Café" war bis zum letzten Stuhl besetzt. 70 Personen beteiligten sich interessiert an den Diskussionen. Ob die Wirtschaft die Funktion einer sozialen Reparaturstelle einzunehmen habe, ist nur eine der Thesen, die an den Tischen hinterfragt wurde. Der Mix aus Arbeitgebenden, Vertretern von Sozialinstitutionen und Projektpartnern, aber auch von Betroffenen und Angehörigen bot eine gute Grundlage für einen angeregten Austausch. Umrahmt wurde die Arbeit in den Workshopgruppen durch Ansprachen von Peter Zwick, Regierungspräsident Basel-Landschaft, und Dr. Rainer Füeg, Geschäftsführer Handelskammer beider Basel. Markus Meier, Stellvertretender Direktor Wirtschaftskammer Baselland und Mitglied der CHARTA-Steuergruppe führte abwechslungsreich durch die gesamte Veranstaltung.
Im CHARTA-Café tauschten 7 Gruppen ihre Erfahrungen und Ansichten aus.
Die Gespräche an den Tischen wurden von erfahrenen Moderierenden geleitet und die
Ergebnisse präsentiert:
Susanne Buri: Head of Case & Health Management, Swisscom AG
Peter Ettlin: Geschäftsleiter Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft PSAG
Martin Haug: Beauftragter für Gleichstellung und Integration von Menschen mit einer Behinderung Kanton Basel-Stadt
Esther Keller: Moderation und Produzentin/Redaktorin Telebasel
Georg Mattmüller: Geschäftsführer Behindertenforum
Andrea Theunert: Inhaberin theunert communications, u.a. Leiterin Kommunikation Kulturfestival wildwuchs
Frank Wolff: Unternehmer (Initiant omanet.ch) und Hochschuldozent
Im ersten Teil des Workshops waren die Gruppen dazu aufgefordert, bewusst provozierende Thesen zu diskutieren und entsprechende Gegenthesen zu formulieren.
Rekrutierung: die Thesen und die in den Gruppen erarbeiteten Gegenthesen
Nach einer kurzen Pause wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in neu
zusammengesetzten Gruppen ins Jahr 2030 versetzt: Anhand einer fiktiven Preisvergabe
wurden sie zu Jurymitgliedern und wählten die beste Einarbeitungsmethode am Beispiel
von fünf "Fantasie"-Unternehmen aus. Die Gruppen waren sich in der Beurteilung keinesfalls
einig, zeigten doch mit grosser Kreativität Innovationspotenziale für die Integration von
Menschen mit Behinderung während der Einarbeitung auf.
Allen Gruppenergebnissen gemein ist die auf heute bezogene Einschätzung, dass es nicht
genügt, nur über die Integration von Menschen mit einer Behinderung in den 1. Arbeitsmarkt
zu reden. Angesichts der 6. IV-Revision sollte das Tun und der Mut, neue Wege zu beschreiten,
in den Vordergrund gestellt werden.
Einarbeitung: die Ergebnisse der "Preisvergabe"
Die Workshops wurden fachlich begleitet durch:
IV-Stellen Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Fachstelle Gleichstellung von
Menschen mit einer Behinderung Basel-Stadt, worktrain, IPT Integration für
alle, IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel, PSAG – Psychosoziale
Arbeitsgemeinschaft, Beratungsstelle für Gehörlose und Hörbehinderte Basel