DIE CHARTA - Steuergruppe

 

Diese Menschen und Verbände bilden die Charta-Steuergruppe und wirken vor und hinter den Kulissen mit:

 

 

 

Nicole Bertherin, Projektleitung

 

 

Meine Chance bei einer Stellenausschreibung nutzen zu dürfen, garantiert mir
noch keinen Erfolg - gewinnen kann schliesslich immer nur einer. Aber wenn
ich gar nicht erst an den Start gelassen werde, kann ich niemals ein Rennen
gewinnen. Dies gilt für *NOBs ebenso wie für *OBs.

Die Charta steht für die gerechte Verteilung von Lebenschancen von OBs im
ersten Arbeitsmarkt. Chancengleichheit kann auch in einer wirtschaftlich
schwierigen Zeit gelebt werden. Dazu braucht es viel Bewusstsein, Achtsamkeit
und natürlich Mut. Aber Mut brauchen wir als UnternehmerInnen immer - wenn
wir nur unseren Zweifeln folgen, werden wir sehr schwer ans Ziel kommen.
Übrigens: Schwarzsehen bremst.

 

*NOB = nicht offensichtlich behindert
*OB = offensichtlich behindert

 


 

 

Nadine Rohner, Firmen-Betreuung und Vernetzung

 

 

"Eigene Betroffenheit kann sich oft und unerwartet einstellen.

Nicht wahr, eine ganz neue Sichtweise! Aber braucht es denn

immer eigene Betroffenheit - an sich oder im Familien- bzw.

Freundeskreis - damit Berührungs- und Schwellenängste abgebaut

werden? Ein Rollstuhl ist nicht ansteckend, eine missgebildete Hand

kann zum Gruß genauso so herzlich gedrückt, ein Burnout-betroffener

Mensch aufgefangen und ein blinder Mensch in ein sehendes Umfeld

integriert werden - auch am Arbeitsplatz!"

 

 

Martin Haug, Beauftragter des Kantons Basel-Stadt für  

Gleichstellung und Integration von Menschen mit Behinderung

www.pd.bs.ch

 


 

 

"Mir ist Chancengleichheit nicht egal
-weil sie zu den zentralen menschlichen Grundrechten gehört,
-weil ich von einem Tag auf den andern aus gesundheitlichen oder

 psychischen Gründen behindert sein kann, und dann selber darauf

 angewiesen bin, dass ich auf dem Arbeitsmarkt eine faire Chance erhalte,
-weil der behinderte Mensch die Verletzlichkeit, die er verkörpert,

 mit dem nicht behinderten Menschen teilt.

Die Charta nützt der Wirtschaft
-weil sich zeigen wird, dass sich soziale Verantwortung mit

 Wirtschaftlichkeit verbinden lässt.

-weil die Unternehmen mit der Anstellung von Menschen

 mit Behinderungen, Persönlichkeiten mit vielfältigen beruflichen

 und persönlichen Ressourcen gewinnen.

-weil die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen,

 Fachstellen und Betroffenen zu realistischen, realisierbaren

 und nachhaltigen beruflichen Integrationen führen wird."


 

Barbara Gutzwiller-Holliger, Direktorin Arbeitgeberverband Basel

www.arbeitgeberbasel.ch

 

 

"Es stellt eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung dar, Menschen

mit einer Behinderung die Teilnahme am "normalen" Leben zu

ermöglichen. Der Arbeitgeberverband nimmt diese Verantwortung

wahr und engagiert sich für die Charta. Mit der Eingliederung

von Menschen mit einer Behinderung in den 1. Arbeitsmarkt können

die Arbeitgeber einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Sozialwerke leisten."

 

 

 

Peter Malama, Direktor Gewerbeverband Basel-Stadt, Nationalrat

www.kmu-channel.ch

 

 

"Eingliederung vor Rente: Das oberste Ziel der Invalidenversicherung ist,

behinderte Menschen so weit zu fördern, dass sie ihren Lebensunterhalt ganz

oder teilweise  aus eigener Kraft bestreiten und ein möglichst unabhängiges

Leben führen können. Dazu leistet die Charta einen wichtigen Beitrag.
Mit dieser Charta kann die Wirtschaft den Tatbeweis antreten, dass Quotenregelungen

nicht der richtige Weg sind."

 

 

 

Dr. Andreas Burckhardt, Direktor der Handelskammer beider Basel, Grossrat

www.hkbb.ch

 

 

"Bei meiner Tätigkeit als Präsident des Bürgerspitals Basel habe ich erlebt,
mit welchen Hindernissen und Vorurteilen Behinderte im Berufsleben konfrontiert
sind. Menschen mit Behinderungen können wir am besten integrieren, wenn wir
ihnen ohne Scheu begegnen und sie nicht durch Quotenregelungen zusätzlich
abstempeln. Die grossen Unternehmen beschäftigen viele Menschen mit Behinderungen
ohne sie besonders zu bezeichnen. Mit der Charta wollen wir alle Unternehmen ermutigen,
diesen Schritt bewusst – aber wie bei anderen Anstellungen – im Stillen zu machen".

 

 

Markus Meier, Stv. Direktor  der Wirtschaftskammer Baselland

www.kmu.org

 

 

 

«Im freien Arbeitsmarkt sollen Eignung und Qualifikation für die zu

bewältigenden Aufgaben entscheiden – und diese Voraussetzungen

können auch von behinderten Mitmenschen erfüllt werden.

Im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung sind Arbeitgebende

aufgefordert, geeigneten Personen mit Handicap auf eigene Initiative

eine Anstellung als Chance für beide zu bieten. Damit übernehmen sie

nicht nur Eigenverantwortung, sondern sie machen auch eine gesetzliche,

der Sache nicht dienende Quotenregelung überflüssig."

 

 

 

Rolf Schürmann, Geschäftsleiter IV-Stelle Basel-Stadt

www.iv.bs.ch

 

 

 

"Als IV-Stellenleiter begegne ich täglich schwierigen Schicksalen,

die uns alle jederzeit auch treffen können. Wohlverstandene Chancengleichheit

ist in diesen Situationen ein minimaler solidarischer Beitrag für diese Menschen.


Leistungsbeeinträchtigte Mitarbeitende sind für alle Betriebe eine Herausforderung.

Aber für Betriebe gilt dasselbe wie für eine Gesellschaft. Ihre innere Kraft misst

sich auch am Umgang mit den Schwächeren. Dies bringt die Charta zum Ausdruck

und dies stärkt das Bild der Unternehmen zusätzlich in der Öffentlichkeit."

 

 

 

Reto Baumgartner, Leiter IV-Stelle Basel-Landschaft

www.sva-bl.ch

 

 

 

"Chancengleichheit ist ein Stück Gerechtigkeit.
Alle gesellschaftlichen Kräfte sind gefordert,

damit unsere Wirtschaft prosperieren kann."

 

 

 

Andreas Schibler, Leiter Soziale Stellenbörse Basel-Stadt

www.soziale-stellenboerse.ch

 

 

"Oft fühlen wir gesunde Menschen uns im Umgang mit Behinderten unsicher,

wissen nicht, wie wir mit der Situation umgehen sollen. Indem wir uns diesen

Ängsten bewusst werden, verlieren sie an Bedeutung und neue Perspektiven

können an deren Stelle treten. Hier beginnt die berufliche und somit auch die

gesellschaftliche Integration von behinderten Menschen, ein Muss für eine freie,

demokratische Gesellschaft."

 

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