4. Auf Stippvisite:

 

Susanne Buri

CHARTA-Unterzeichnerin,

Head of Case & Health Management, Swisscom AG

 

 

“Einfach machen, und nicht nur darüber reden!”

 

„Dass das Thema Behinderung in 10 Jahren keines mehr ist, das ist meine Vision. Menschen mit Beeinträchtigungen haben so viele Talente. Diese in der Arbeitswelt ins rechte Licht zu rücken, ist Aufgabe der Personalverantwortlichen und Arbeitgebenden. Swisscom beschäftigt Menschen, die zur Kultur des Unternehmens passen.


Gesundheitsförderung hat für Swisscom einen sehr hohen Stellenwert: Neueinstellungen und Integration einerseits, Prävention und Arbeitsplatzerhaltung andererseits. Als Arbeitgebende haben wir die Verantwortung, die Balance und Belastbarkeit aller Mitarbeitenden aufrechtzuhalten. Zwar können wir nicht die Gesundheit des Einzelnen managen, aber wir können das Gleichgewicht von Belastungen am Arbeitsplatz und der Belastbarkeit der Mitarbeitenden beobachten und entsprechend handeln.


Mit meiner Vision verbindet sich das Ziel, dass Unternehmen eine solch nachhaltige Kultur aus der Überzeugung einer gesellschaftlichen Verantwortung schaffen – nicht aus der Verpflichtung einer Quote.“

 

Impressum

 

die CHARTA

Verein Impulse Basel

Postfach

CH-4023 Basel

 

Telefon: 061 500 24 14

 

info(at)diecharta.ch

 

CHARTA-News Dezember 2011

 

 

1. Lehrstelle gesucht? Lehrstelle vakant?

 

Das Lehrstellenangebot in der Schweiz ist so gut wie lange nicht mehr. Laut Lehrstellenbarometer konnten im Jahr 2011 schweizweit rund 7000 Lehrstellen nicht besetzt werden. Trotzdem finden Jugendliche mit einer Behinderung nur schwer den Einstieg in die Arbeitswelt. Ein erstaunliches Ungleichgewicht, finden wir von „die CHARTA“ – so wie andere auch.


Mit der Kampagne jobBOOSTER stellen sich Jugendliche auf Lehrstellensuche möglichen Arbeitgebenden vor. In Anlehnung an die von der BaZ erfolgreich ins Leben gerufene „baz.lehrstellenbörse“ rückt jobBOOSTER jedoch Jugendliche mit einer Behinderung ins Blickfeld. Bei Menschen mit einer Behinderung werden auf dem Weg in die Arbeitswelt allzu oft nur die Einschränkungen gesehen – und nicht die beruflichen und menschenlichen Kompetenzen, die jede und jeder Einzelne von ihnen mitbringt. Auch sie suchen eine Lehrstelle und damit den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt – so wie andere auch.


Lehrstelle gesucht? Oder Lehrstelle vakant?


Hier gehts zu den Details der Kampagne jobBOOSTER

 

 

2. Die Wirtschaft als soziale Reparaturstelle unserer Gesellschaft?

 

Am 15. November 2011 war es soweit: Im 2. CHARTA-Workshop wurde praxisnah rund um die Integration von Menschen mit Behinderung in den 1. Arbeitsmarkt diskutiert. Das eigens für diesen Tag ins Leben gerufene „CHARTA-Café“ im Haus der Wirtschaft in Liestal war bis zum letzten Stuhl besetzt. Der Workshop – veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Baselland und der Handelskammer beider Basel – fand regen Zulauf: Mehr als 70 Personen beteiligten sich interessiert und engagiert an den Diskussionen.


Ob die Wirtschaft die Funktion einer sozialen Reparaturstelle einzunehmen habe, ist nur eine der Thesen, die an den Tischen diskutiert wurde. Der Mix aus Arbeitgebenden, Vertretern von Sozialinstitutionen und Projektpartnern, aber auch von Betroffenen und Angehörigen bot eine gute Grundlage für einen angeregten Austausch zu den Themenfeldern „Rekrutierung“ und „Einarbeitung“. Umrahmt wurde die Arbeit in den Workshopgruppen durch Ansprachen von Peter Zwick, Regierungspräsident Kanton Basel-Landschaft, und Dr. Rainer Füeg, Geschäftsführer der Handelskammer beider Basel. Markus Meier, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer Baselland und Mitglied der CHARTA-Steuergruppe führte abwechslungsreich durch die gesamte Veranstaltung.


Eindrücke aus dem Workshop und Ergebnisse aus den Gruppen finden Sie hier.


Das innovative Vorgehen, aber vor allem die anregende Stimmung in den Gruppen fanden viel Anklang: Der motivierende Erfahrungsaustausch und die vielfältigen Denkanstösse, die die Teilnehmenden aus dem „CHARTA-Café“ mitnehmen, finden vielerlei Einsatzmöglichkeiten im täglichen Miteinander.


Auch im kommenden Jahr sind CHARTA-Veranstaltungen geplant: Die genaue Vorankündigung folgt zur gegebenen Zeit.

 

 

3. Neue Werkzeuge für die IV

 

Ab 1. Januar 2012 tritt die IVG-Revision 6a in Kraft. Das Hauptziel des ersten Massnahmenpakets dieser Revision hat eine breite und kontroverse Diskussion ausgelöst: Zur Sanierung der IV sollen innert 6 Jahren schweizweit 17'000 Rentnerinnen und Rentner in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden.

Das neue Gesetz gibt der IV aber auch eine Reihe von zusätzlichen Instrumenten. Die finanzielle Unterstützung für die Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderung ins Erwerbsleben wird ausgebaut. Durch diese zusätzlichen Anreize ist die IV-Revision 6a für Arbeitgebende auch eine Chance.


Speziell für Arbeitgebende wird im Zusammenhang mit der IV-Revision 6a eine Informations-Broschüre erarbeitet. Beteiligt sind der Schweizerische Arbeitgeberverband, der Schweizerische Gewerbeverband, das Bundesamt für Sozialversicherungen und die IV-Stellen-Konferenz. Die Broschüre ist Ende Januar erhältlich und kann jetzt online unter folgendem Link oder per Flyer angefordert werden:

 

Hier gehts zum Online-Formular

Hier gehts zum Flyer